Appetitanreger – natürliche Helfer für mehr Esslust

Erfolgreich zunehmen mithilfe von natürlichen Appetitanregern – klingt nach einem perfekten Plan! Personen, die gerne ein paar Kilos mehr auf die Waage bringen möchten, tun sich oft schwer mit der täglichen Nahrungsaufnahme. Welche Appetitanreger zur Auswahl stehen, was sie auslösen und vieles mehr rund um den Appetit gibt es in diesem Ratgeber-Artikel zu lesen.

 

Appetitanreger – das Wichtigste in Kürze:

  • Bewährte Mittel: Einige Heilkräuter werden seit der Antike zur Appetitanregung eingesetzt.
  • Vielfalt: Es gibt zahlreiche natürliche Appetitanreger – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
  • Dauerhafte Appetitlosigkeit sollte nicht unterschätzt werden: Ein Arzt kann die Ursache (physisch oder psychisch) herauszufinden.

 

Was sind Appetitanreger?

Appetitanreger kommen bei einem Mangel an Appetit zum Einsatz. Es sind natürliche Lebensmittel oder auch synthetische Stoffe, die gezielt ein Verlangen nach Nahrung im Körper bewirken. Die Einnahme erfolgt in der Regel vor dem Essen.

Neben den Lebensmitteln und Stoffen gibt es weitere Möglichkeiten den eigenen Appetit anzuregen. Die Sinne spielen dabei eine wichtige Rolle. Auffällige Farben und spezielle Düfte helfen einigen dabei, Lust auf eine Mahlzeit zu verspüren. Ebenfalls reiht sich Bewegung in die Liste ein – nach einem ausgedehnten Spaziergang kommt meistens auch der Appetit.

 

 

Was bewirken Appetitanreger im Körper?

Da läuft einem ja das Wasser im Munde zusammen: Das Aktivieren des Speichelflusses ist ein eindeutiges Zeichen des Körpers. Damit wird signalisiert: Der Organismus ist nun bereit, zu essen. Ein weiteres Signal ist die Ankurbelung der Magensaftherstellung. Diese zwei Faktoren verspüren Menschen mit einem gesunden Appetit auf ganz natürliche Weise. Natürliche Appetitanreger regen den Speichelfluss und die Magensaftherstellung an. Nimmst du sie vor dem Essen ein, lösen sie in deinem Körper ein Gefühl von Appetit aus. Appetitanreger können somit bei der Gewichtszunahme helfen.

 

Ursachen von Appetitlosigkeit

Empfindet jemand über längere Zeit keinen Appetit, wirkt sich dieser Zustand negativ auf die Gesundheit aus. Als nahe liegende Folge besteht das Risiko an Untergewicht zu leiden. Zudem kommen Mineralstoff- und Vitamin-Mangelerscheinungen zum Vorschein. Die Ursachen für einen verminderten Appetit sind vielfältig:

  • Stress, Sorgen und Anspannung
  • Einnahme von appetithemmenden Medikamenten
  • Körperliche Beschwerden (Magen-Darm-Grippe, Halsschmerzen, Migräne und vieles mehr)
  • Psychische Erkrankungen (zum Beispiel Magersucht und Depression)
  • Alter (ältere Personen leiden häufiger unter Appetitlosigkeit)

(Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Diagnose. Zur Abklärung ist ein Arztbesuch erforderlich.)

 

Natürliche Appetitanreger

Steckt keine ernst zu nehmende Krankheit hinter deiner Appetitlosigkeit? Dann kannst du deinen Appetit auf ganz natürliche Art anregen. Die folgenden natürlichen Appetitanreger können dir bei einem gesunden Zunehmen behilflich sein. Falls du hierbei eine strukturierte Vorgehensweise bevorzugst, kannst du dir einen Ernährungsplan erstellen.

Heilkräuter und Pflanzen

Heilkräuter, die natürliche Bitterstoffe verfügen, sind besonders gut bei Inappetenz geeignet. Der Grund hierfür ist folgender: Die bitteren Inhaltsstoffe regen den Speichelfluss und die Säurebildung des Magens an. Die Bitterstoffe sorgen somit für einen aufkommenden Appetit. Plus: Eine gesunde Verdauung ist ebenfalls gewährleistet. Ätherische Öle tragen auch zur Steigerung des Appetits bei. Beispiele sind:

  • Enzianwurzel,
  • Pfefferminze,
  • Hagebutte,
  • Thymian
  • und Wermutkraut.

Gewürze

Ungeahnte Geschmackserlebnisse: kräftig gewürzte Gerichte bringen nicht nur Abwechslung auf den Teller – sie steigern auch den Appetit! Extra Tipp: Ungemahlene Gewürze sind für die Appetitanregung besser geeignet. Die Hülle schließt die ätherischen Öle ein. Dadurch behält das Gewürz länger sein Aroma. Beispiele für appetitanregende Gewürze sind:

  • Chili,
  • Piment,
  • Pfeffer
  • und Curry.

Vorspeisen

Chicorée, Rucola und Löwenzahn sind nicht nur lecker als Salat. In ihnen steckt viel mehr als nur Geschmack – sie können auch bei Appetitlosigkeit helfen. Wie viele Heilkräuter enthalten alle drei Bitterstoffe. Und genauso wie beim Enzian und Co. wirkt sich dies appetitanregend aus. Als Vorspeise zum eigentlichen Essen empfiehlt es sich daher, einen Salat mit Chicorée, Rucola oder Löwenzahn zu verzehren.

Getränke

Essgelüste mithilfe von Getränken? Absolut! Probiere zunächst Heilkräuter oder Heilpflanzen (entweder als Einzelkraut oder Mischungen) als Tee aus. Ein Ingwer-, Koriander- oder Salbeitee entfaltet eine appetitanregende Wirkung. Nebenbei kommt ein Tee ganz ohne Unmengen von Zucker aus.

Fruchtsäfte hingegen enthalten einen hohen Anteil an Zucker, welcher aus Glukose und Fructose besteht. Ein rascher Anstieg des Blutzuckerspiegels ist die Folge. Fällt der Glukose-Spiegel ab, empfindest du Appetit.

Zudem wird davon ausgegangen, dass Light-Drinks (zum Beispiel Limonaden mit Süßungsmitteln) eine appetitanregende Wirkung haben. Grund dafür ist, dass sich der Körper bei einer süßen Mahlzeit auf ein kalorienreiches Essen einrichtet. Mit dem Trinken eines Light-Getränks entfällt jedoch das üppige Mahl. Ein gesteigerter Appetit ist daher die logische Konsequenz. Die gesündeste Variante unter allen drei Getränken ist und bleibt ungesüßter Tee.

 

Appetit vs. Hungergefühl

Zum Schluss kommt noch etwas Wissenswertes über das Verlangen nach Essen. Appetit und Hunger werden häufig miteinander verwechselt. Wo genau liegt der Unterschied?

 

Appetit:

 

Beim Appetit empfinden wir Lust auf eine bestimmte Speise. Dabei lassen wir uns von unseren Sinnen beeinflussen.

Beispiel: Nach der Mittagspause samt opulentem Essen gehen wir an einer wohlduftenden Bäckerei vorbei. Wir empfinden alles andere als Hunger, denn wir haben noch vor wenigen Minuten Mittagessen zu uns genommen. Doch die Gerüche von Zimt, Schokolade und Co. wecken ein Verlangen in uns. Einige können nicht widerstehen und entscheiden sich für einen Muffin als Nachtisch. Andere hingegen bleiben konsequent und entscheiden sich gegen eine Kalorienbombe. Bei diesem Zwiespalt geht es eindeutig um Appetit.

Doch bei einigen fehlt der Appetit ganz und gar. Betroffene müssen nicht abwägen, ob sie die Bäckerei betreten. Sie empfinden schlichtweg keinen Appetit. Bei ihnen geht es nicht um Extraportionen. Die Versorgung wichtiger Nährstoffe ist in Gefahr, was langfristig mit gesundheitlichen Risiken einhergeht.

 

Hungergefühl:

 

Empfinden wir hingegen ein Hungergefühl, wird daraus je nach Intensität eine schmerzhafte Angelegenheit. Im Gegensatz zum Appetit sind wir im hungrigen Zustand bei den Lebensmitteln nicht wählerisch. Vielmehr spüren wir ein starkes Bedürfnis nach etwas Essbarem, um satt zu werden. Das Gefühl wird unter anderem von einem leeren Magen verstärkt.

Beispiel: Aus Zeitmangel konnten wir nicht wie gewöhnlich frühstücken. Die Arbeit war körperlich anstrengend und bis zur Mittagspause haben wir nichts als Kaffee und Wasser getrunken. Wir betreten eine Bäckerei und entscheiden uns für das, was uns unserer Meinung nach schnell sättigt. Ein gehaltvolles und belegtes Brötchen beispielsweise, stellt bei einem starken Hungergefühl eine geeignete Wahl dar.

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